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Chronisch verstopfte Nase
 

Viele Mitmenschen leiden insbesondere im fortgeschrittenen Alter unter einer Atrophie der Nasenschleimhaut. Daraus resultiert eine Austrocknung der Nasengänge, die insbesondere während der Nachtruhe zu Problemen führt. Das Atmen fällt schwer. Beim kraftvollen Schnäuzen kann es zu Nasenbluten kommen. Dauerinfektionen im Nasenbereich und den Nebenhöhlen sind nicht selten (chronische Rhinosinusitis).

Zur Erleichterung werden abschwellend wirkende Nasentropfen, -sprays und -stifte mit ätherischen Ölen und synthetischen Sympathomimetika sowie reinigende Spülungen mit isotonischer Kochsalzlösung empfohlen. Bei akuter Rhinosinusitis - verbunden mit Entzündungen, eitrigen Sekreten etc. - werden neben den Spülungen hauptsächlich topische und systemische Corticosteroide und (Makrolid-)Antibiotika verordnet.

Nachteil von Tropfen und Sprays sind Gewöhnung und zunehmende Abhängigkeit. Eine große Hilfe kann es aus eigener Erfahrung sein, die Nasenmuskulatur zu trainieren und damit die innere Mikrozirkulation zu fördern. Dazu reicht es aus, bei Bedarf die Nase mit Unterstützung der Kiefer für Bruchteile von Minuten im Wechsel nach oben zu drücken und nach unten zu ziehen oder soweit es geht im Kreise zu drehen. Wenige Minuten danach spürt man, wie die Nase ganz langsam von selbst frei wird. Dies entspricht im Übrigen auch der Erfahrung von Joggern und Läufern, dass die Nase bei fortschreitender körperlicher Bewegung feucht wird und häufig sogar zu triefen beginnt.

Eine sehr einfache Möglichkeit, festsitzende Beläge auf der Nasenschleimhaut ohne isotonische Kochsalzlösung loszuwerden, ist das mehrfache Hochhalten der Nase gegen den Wasserstrahl unter der morgendlichen Dusche. In dieser Haltung läuft das Wasser beim Luftanhalten in die Nase und löst die Beläge an, die nach kurzer Zeit ohne Kraftanstrengung und ohne Verletzung der Nasenschleimhaut mit der Atemluft herausgeschnäuzt werden können. Die Übung ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig und kann bei empfindlicher Nase erst einmal zu einem unangenehmen Gefühl führen, das aber nach wenigen Tagen rasch verschwindet. Bemerkung: Da die störenden, eingetrockneten Schleimhautbeläge ohnehin reich an Salzen und somit in der Regel hypertonischen Charakter haben, lassen sich isotonische Kochsalzlösungen auf dezidierte ärztliche Anordnung beschränken.

Im Übrigen entstehen langwierige Entzündungen - beginnend an den Nasenausgängen - häufig durch das Entfernen ("Zupfen") von Haaren, die aus der Nase herauswachsen. Dabei entzündet sich der Haarbalg durch bakterielle Infektionen. Andere Ursachen von Nasenschleimhautentzündungen können Blütenpollen oder das Chlorwasser in Hallenbädern sein. Gegen Chlorwasser kann man sich weitgehend durch eine Schwimmbrille schützen, die mit einem "Erker" für die Nase ausgerüstet ist. Diese Konstruktion ermöglicht es, unter Wasser ungehindert durch die Nase auszuatmen, ohne Kontakt mit dem Wasser zu haben.

PS: Eine hohe Empfindlichkeit gegenüber Blütenpollen (Heuschnupfen) lässt sich oft langfristig reduzieren, wenn man täglich 1-2 Teelöffel käufliche Blütenpollen beim Frühstück zu sich nimmt.


Dr. Hans Lautenschläger

Bitte beachten Sie: Der vorliegende Beitrag stellt den Wissensstand zum Zeitpunkt des Revisionsdatums dar.

 
 
 
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Revision: 15.08.2017